Der "KANUSI": Unser Erster Eigenen Wohnwagen
Der "KANUSI" war unser erster eigener Wohnwagen, der uns über
mehrere Jahre treu begleitet hat.
Erworben haben wir ihn beim Händler "Der Hollander" in Gronau.
Ursprünglich planten wir 2009, einen Wohnwagen von meiner
Cousine in Renesse zu nutzen. Leider verwüstete ein Sturm den
gesamten Platz, wodurch sie kurzfristig selbst fahren musste.
Wir standen somit ohne Plan für unseren Sommerurlaub da.
Fokus auf den eigenen Wohnwagen
In dieser Situation fassten wir den Entschluss: jetzt oder nie,
wir benötigen einen eigenen Wohnwagen. Daher setzten wir uns
ins Auto und fuhren nach Gronau. Nach ausgiebiger Suche, bei
der der Händler mindestens 50 Fahrzeuge auf dem Platz hatte,
fanden wir ihn: den KNAUS Komfort 415 aus dem Baujahr
1978.
Die Ausstattung
Der Wohnwagen war mit zwei Sitzgruppen ausgestattet – einer
kleinen im Bug und einer größeren im Heck –, einem Kühlschrank
sowie einer Koch- und Spülzeile. Damit war er perfekt, um vom
Zelt auf einen Wohnwagen umzusteigen. Mit einem Gesamtgewicht
von nur 850 kg war er zudem ein leichtes Modell, das unserem
Auto keine Probleme bereiten sollte.
Die Vorbesitzer, ein älteres niederländisches Ehepaar, hatten
den Wohnwagen äußerst sorgfältig gepflegt. Auf jedem Staufach
befand sich ein Aufkleber mit dessen Inhalt. Dazu gehörte auch
ein neuwertiges Sonnensegel inklusive Stangen sowie diverses
weiteres Zubehör.
Hürden bei der Anschaffung
Allerdings standen uns noch zwei Hürden bevor:
Unser Auto verfügte noch nicht über eine Anhängerkupplung
(AHK).
Der Wohnwagen war noch nie in Deutschland zugelassen und hatte
keine deutschen Papiere.
Nach dem Kauf einigten wir uns auf eine Abholung eine Woche
später.
Montage der Anhängerkupplung
Die Montage der AHK stellte sich als problemlos heraus. Da
unser Auto, ein Golf IV Variant, keinen CAN-Bus oder ähnliches
hatte, konnte die Elektrik kinderleicht installiert werden.
Mechanisch ist eine AHK zudem keine große
Herausforderung.
Schnell besorgten wir uns für den neuen Wohnwagen eine
Tageszulassung und fuhren mit ihm direkt zur DEKRA. Die Prüfer
waren überrascht, einen so alten Wohnwagen in einem so
tadellosen Zustand prüfen zu dürfen. Mit dem erstellten
Gutachten ging es anschließend zur Zulassungsstelle. Auch hier
blieben uns weitere Überraschungen erspart, sodass wir noch am
selben Tag im Besitz eines Wohnwagens mit deutschen Papieren
waren.
Der erste Ausflug
Bereits einen Tag später starteten wir mit einem „festen“ Dach
über dem Kopf. Unser erster Zielort war Nunspeet (siehe
Reiseberichte). Auf dem Rückweg erwarben wir bei einem Stopp
bei Obelink alles, was uns noch fehlte, sodass die zweite Reise
deutlich komfortabler gestaltet werden konnte.
