
Piaggio Ape 50 (ZAPC80)
Motor: 1-Zylinder 2-Takt (Luftkühlung),
Drehschiebersteuerung
Hubraum: 49,8 cm³
Leistung: 1,9 kW (3 PS) bei 6000 U/min
Drehmoment: 3,3 Nm
Getriebe: 4-Gang (Handschaltung), 4
Rückwärtsgänge (theoretisch)
Höchstgeschwindigkeit: 40 km/h
Die verrückten 3-Räder beschäftigen mich schon seit meiner
Kindheit – dieses Gefühl, dass da etwas Kleines mit richtig
Charakter durch die Gegend wühlt.
Und dann kam der Zufall: Ein guter Freund von mir hat eine
seiner Apen verkauft – und er hat dabei sofort an mich gedacht.
Also: kurzerhand gekauft.
Schon von Anfang an hat mich diese Art von Fahrzeug begeistert.
Nicht nur, weil es irgendwie Kult ist, sondern weil es sich
anfühlt wie ein echter Begleiter im Alltag. Wie es fährt,
lenkt, bremst und beschleunigt – alles wirkt unmittelbar. Das
ist kein „einsteigen und mal eben rollen“, sondern eher so eine
Art Leben in Echtzeit: Du siehst nicht nur, was passiert, du
planst ständig mit.
Lange Strecken? Geht. Kurven? Kommt drauf an, wie mutig man ist
– bei einem Dreirad kann das manchmal ganz schön anspruchsvoll
werden und auch schnell in die Buchse (oder besser
Straßengraben) gehen. Und diese Momente: Bremsen, Anfahren, Gas
geben… alles will Timing. Wenn man’s nicht mitdenkt, merkt man
es sofort und wird schnell mit einem überraschenden Ereignis
quittiert.
Dieses Fahrzeug wird immer sofort mit einem Pizzalieferdienst
verglichen.
Aber ich habe schon ganz andere Sachen damit transportiert:
Säckeweise Beton, Grünschnitt, Weihnachtsbäume – und auch meine
„Schippe“, wie auf den Bildern zu sehen!
Bei meiner Ape handelt es sich um etwas ganz Besonderes: Sie
hat einen Notsitz eingetragen, sodass man theoretisch zu zweit
fahren kann. Und neben dem Notsitz hat meine Ape sogar eine
eingetragene Anhängerkupplung. Leider ist diese nicht mehr
verbaut – sie fehlt aktuell. Das ist also ein weiteres Projekt,
das ich in den nächsten Schritten angehen möchte.
Aktuell ist die Ape leider noch nicht einsatzbereit: Das linke
Radlager macht in Kurven massive Geräusche. Und manchmal hat
man fast das Gefühl, das Ding würde gerade eine Antriebswelle
„verdauen“. Neue Antriebswellen liegen allerdings schon seit
mehr als einem Jahr bereit – eingebaut werden wollten sie
bisher nur noch nicht, weil mir schlicht die Zeit fehlt.
Mal sehen, was da noch kommt – und ob mein Sohnemann, wenn er
denn seinen Führerschein hat, die Ape wieder täglich fahren
möchte.
Ich halte euch auf dem Laufenden!
