Vespa PK 50 XL2

Vespa PK50XL2 (Smallframe)

Baujahre: ca. 1990–1996
Motor: luftgekühlter Einzylinder-Zweitakt, Elektrostarter (je nach Ausführung auch mit/ohne Kickstarter)
Hubraum: 49,8 cm³
Bohrung x Hub: 38,4 mm x 43 mm
Getriebe: 4-Gang Handschaltung
Tankinhalt: ca. 5,8 L (davon ca. 1,2 L Reserve)
Leistung: 2–3 PS
Höchstgeschwindigkeit: 50 km/h (mit Polizei im Nacken, Rückenwind und bergab)
Leergewicht: ca. 86 kg
Zulässiges Gesamtgewicht: 290 kg

Die Vespa PK 50 XL2 war für mich das erste „Vespa-Gefühl“ in eigenem Besitz.

Zu einer Zeit, in der die klassischen Vespas bei vielen eher durchgerutscht sind, konnte ich ein ganzes Vespa-Konvolut günstig ergattern. Und mittendrin war auch die erwähnte PK 50 XL2. Die habe ich damals erst mal technisch wieder in den Stand gebracht – und dann ein bisschen getunt.

Die 50 ccm haben leider nicht lange durchgehalten: Sie sind schnell rausgeflogen und mussten einem DR 75 ccm weichen. Und damit ging dann wirklich die Post ab. Fahrleistungen, die vorher nur „okay“ waren, wurden plötzlich deutlich beeindruckender – und die versprochene Höchstgeschwindigkeit sollte sogar bei Gegenwind und leichtem Bergauf realistisch sein.

Ich bin mit der Vespa ungefähr ein Jahr im Alltag gefahren. Bis sie schließlich der PX200 E GS den Platz frei machen musste. Da ich damals noch jung war und das Geld gebraucht habe, habe ich die PK an einen guten Freund verkauft. Der fuhr sie noch zwei Jahre – und danach ließ er sie leider „vergammeln“.

Jahre später wurde mir die Vespa dann tatsächlich wieder zum Wiederkauf angeboten. Also hab ich sie erst mal abgeholt und in meiner Halle geparkt, dort wartend wie auf ein längst überfälliges Wiedersehen.

Und jetzt ist die Zeit gekommen: Mein Sohnemann ist in dem Alter, in dem Vespa fahren darf – und vor allem auch will. Also haben wir angefangen, die PK zu restaurieren. Zurzeit liegt sie komplett zerlegt auf meiner Motorradhebebühne und wartet darauf, wieder zusammengebaut zu werden. Vor allem soll sie dabei auch äußerlich neu durchstarten – mit einem Lackkleid, das nicht mehr nach „Vergangenheit“, sondern nach „Neuanfang“ aussieht.

Bis sie fertig ist, wird allerdings noch einiges an Wasser den Rhein entlanglaufen – gerade bei der aktuellen Dürre und dem niedrigen Pegel natürlich ein spannendes Zeitmaß.

Also: Schaut gerne wieder vorbei und macht Euch ein Bild vom Fortschritt!