Meine Leidenschaft für Motorräder
Bereits in jungen Jahren kam ich mit Motorrädern in Kontakt.
Quasi meine gesamte Familie liebt es, mit den spritzigen
Zweirädern die Welt – oder besser gesagt, die Umgebung – zu
erkunden. Als Kind drehte ich meine Runden mit meinem Vater auf
seiner Yamaha RD 250 1A2, zunächst auf dem Tank als kleiner
Stöpsel und später als Sozius hinter ihm.
Ich half meinem Vater bei kleineren Wartungs- und
Instandsetzungsarbeiten. Mit 14 Jahren kaufte ich mein erstes
eigenes motorisiertes Zweirad, eine Herkules Prima 3
(3-Gang-Handschaltung) für damals unschlagbare 35 DM. Leider
hatte die Maschine weder Papiere noch besaß ich eine
Prüfbescheinigung, weshalb ich sie nur auf abgesperrtem Gelände
bewegen durfte. Diese Möglichkeit fand ich auf dem Hof eines
Freundes, der glücklicherweise dicht bei meinem Elternhaus
wohnte.
Kurz nach der Wende kamen die Simson-Schwalben und die Simson
S51 dazu, die damals für eine Kiste Bier zu haben waren! Der
Vater des oben erwähnten Freundes fuhr mit einem 7,5-Tonner in
die ehemalige DDR und brachte 15 Fahrzeuge nach Bocholt. Diese
Fahrzeuge haben wir umgebaut, getunt und vor allem
gefahren.
Mit 18 Jahren war es endlich soweit: Der Führerschein lag in
der Tasche, und die Yamaha RD 250 1A2 stand mit der Erlaubnis
meines Vaters bereit, um meine eigenen Kilometer
abzureißen.
In der Fahrschule bei Detlev Hülsmann – Gott hab ihn selig –
bildete sich ein Freundeskreis. Detlev erkannte schnell meine
Begeisterung für Zweiräder und bot mir an, seine Maschinen zu
warten und über den TÜV zu bringen. Im Gegenzug durfte ich in
der Regel ein Fahrzeug mit nach Hause nehmen.
Zu meinen verfügbaren Motorrädern zählten:
Suzuki LS 650 Savage Auf dieser Maschine machte
ich auch meine Prüfung
Suzuki DR 350 SHC
Yamaha DT 50
Yamaha DT 80 LC 2
Die Yamaha DT 80 LC 2 konnte ich schließlich im Laufe meiner
Tätigkeiten in der Fahrschule erwerben. Die Kosten für die
Maschine, einschließlich Führerschein und Versicherung, stiegen
jedoch schnell, sodass ich einen 150-cm³-Satz mit TÜV-Gutachten
bestellte, diesen einbaute und eintragen ließ. So fuhr ich mit
einer spritzigen Yamaha DT 80 LC 2 (nun mit 150 cm³), die mich
oft mehr oder weniger zuverlässig zur Bundeswehrkaserne nach
Borken und Coesfeld brachte.
Leider hatte ein Freund von mir einen Unfall – zum Glück blieb
er unverletzt – bei dem jedoch der Rahmen der Maschine brach
und der Motor einen Riss im Block bekam.
Text
Zu diesem Zeitpunkt brannte in mir der Wunsch nach einer
italienischen Diva, einer Vespa. So begann meine Begeisterung
für Vespen, und meine Vespa-Flotte startete mit einer Vespa PK
50 XL2.
